facebook  Facebook

Der Friedhof Staufen

Teil 1: Vorwort

Vorwort

Wie kam es zu dieser Arbeit?

Wer mit offenen Augen über den historischen Staufener Friedhof geht, fühlt sich berührt und macht viele Entdeckungen. Für mich war der zündende Impuls der Spruch auf dem Grabstein des Thaddäus Rinderle. Er weckte in mir den Wunsch, mehr zu erfahren über die Menschen, die hier liegen, über die Grabsteine aus verschiedenen Zeiten, die Grabsymbole, auch die Friedhofskultur allgemein. Spezielle Vorkenntnisse hatte ich nicht. Darum ist sicher manches eher laienhaft ausgedrückt, und gewiss haben sich Fehler eingeschlichen. Da bitte ich um Nachsicht und gegebenenfalls Korrektur.

Mehr über die Menschen, die hier liegen, erfuhr ich durch das Staufener Wochenblatt und die Standesbücher Staufen (beides im Internet zu finden), durch Gespräche mit Angehörigen, anderen Staufener Bürgern und aus Büchern zu diesem Thema, ebenso durch moderne Medien und  Kontaktsuche zu Menschen, die mir dazu etwas sagen konnten. So wurde das Ganze zu einer geradezu spannenden Angelegenheit, die mich schon seit vielen Jahren beschäftigt. Natürlich gäbe es noch sehr viel mehr zu berichten, von dem ich einfach nichts weiss. Es ist teilweise  Zufall, über welche Menschen ich etwas erfahren habe. Mit der Auswahl ist also keine Wertung verbunden.

In die Sammlung aufgenommen habe ich die Namen, über die mir etwas bekannt geworden ist. Bei den Steinen finden diejenigen Erwähnung, die etwas Besonderes in ihrer Gestaltung haben. Für solche mit Kreuzsymbolen oder Rosen konnten wegen der hohen Anzahl nur Beispiele ausgewählt werden. Fast alle Fotos habe ich selbst aufgenommen, zum Teil in unterschiedlichen Jahren.

Erwähnen muss man noch: auch diese letzte Ruhestätte ist immer einem Wandel unterworfen. Neue Gräber kommen, alte werden aufgelöst. Die Grabsteine verändern sich durch den Einfluss der Zeit.

Meinen Dank aussprechen möchte ich Frau Pitty Schöttler, die mich ermunterte zu diesem Vorhaben und mir so manche Kenntnisse vermittelt hat. Viel Unterstützung erfuhr und erfahre ich durch den Staufener Stadtarchivar Jörg Martin, der immer für meine Fragen ein offenes Ohr hat und fachlichen Rat erteilt. Danken möchte ich auch meinem verstorbenen Mann Michael Guckes, der meine Arbeit immer unterstützt hat.

Dass das Interesse bei der Bevölkerung groß ist, beweist die hohe Zahl der Teilnehmer an den Friedhofsführungen. Wenn auch Sie ein wenig von dieser Spannung erfasst worden sind, schauen Sie sich den Spruch bei Thaddäus Rinderle an und erfahren durch diese Zusammenstellung Näheres über die Menschen, die hier auf dem Staufener Friedhof ihre letzte Ruhe gefunden haben.

Silke Guckes, Herbst 2014
 Druckversion