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Der Friedhof Staufen

Teil 4: Der Friedhof als Park und die Aussegnungshalle

Der Staufener Friedhof bietet ein malerisches parkähnliches Bild mit vielen alten Bäumen. Etwas Besonderes ist der Hängende Japanische Schnurbaum, Sophora japonica „Pendula“, ein Schmetterlingsblütler, seit Ende des 18. Jhs. in Europa zu finden. Auffällig sind seine gedrehten Äste und schnurförmigen Zweige. 2012 wurde noch ein jüngeres Exemplar nahebei gepflanzt, da der andere durch sein Alter gefährdet ist. Sie stehen in der Nähe der Sebastianskapelle neben dem Brunnen, in dessen Mitte die Gestalt eines Kindes eine Schale hält, aus der tropfenförmig Wasser quillt. Oft liegen leuchtende Blumen darin. Im Rathausblatt 12/1978 steht: „Der Springbrunnen auf dem Friedhof bekam eine neue Brunnenschale und wurde völlig überholt. Damit blieb ein seit 1902 bestehendes und vielen Staufenern vertrautes Kleindenkmal in seiner bisherigen Gestalt erhalten“. Der Brunnen könnte evtl. Heinrich Mayer dem Sauren zugeordnet werden. 

Beschreibung: C:\Users\Guckes\Documents\Friedhof Fotos 1\Friedhof allgemein\Schnurbaum jung b.jpg    Beschreibung: C:\Users\Guckes\Documents\Friedhof Buch\Friedhof Impressionen\Impressionen\Brunnen mit Blumen 3x4.jpg
Schnurbaum   Brunnen mit Blumen 

 

Weitere Brunnen finden sich bei den Priestergräbern, an der Aussegnungshalle und am Eingang beim Kriegerdenkmal, außerdem gibt es mehrere Wasserstellen.

In der Nähe des Friedhofskreuzes steht ein hoher Baum mit hängenden Zweigen, eine Hängebuche, Fagus sylvatica pendula. Die Farbe der Blätter wechselt mit den Jahreszeiten, im Herbst sind die Blätter von einem warmen Rot. Der Baum wurde bei den Unwettern 1987 und 1989 vom Hagel sehr stark beschädigt. Das Kreuz wurde 1869 gestaltet von Heinrich Mayer dem Sauren, von dem mehrere eindrucksvolle Grabmäler auf dem Friedhof stammen. Er hatte es im Auftrag der Gemeinde gestaltet. Als man dann nicht zahlen wollte, gab er es als Geschenk. [Auskunft seiner Urenkelin] Die lateinische Inschrift lautet: "Dieses Zeichen unserer Buße hat vollendet und für den Friedhof seiner Heimatstadt gestiftet Heinrich Mayer, Bildhauer."

  

Beschreibung: C:\Users\Guckes\Documents\Friedhof Buch\Friedhofskreuz Herbst 1.jpg     Beschreibung: C:\Users\Guckes\Documents\Friedhof Fotos 3\Impressionen\Friedhofskreuz Text Mayer.jpg   Hoc lignum
redemptionis nostrae
perfecit et donavit
pro caemaeterio
paternae suae civitatis
Henricus Mayer
Sculptor
Friedhofskreuz im Herbst      Inschrift auf dem Friedhofskreuz      

 

Es gibt weitere eindrucksvolle Bäume wie die Atlas-Zeder, Cedrus atlantica “Glauca” oder mächtige Säulenzypressen, Chamaecyparis lawsoniana „Columnaris“.

 

Beschreibung: C:\Users\Guckes\Documents\Friedhof Fotos 1\Friedhof allgemein\Hill Nadelbaum.jpg     Beschreibung: C:\Users\Guckes\Documents\Friedhof Buch\Säulenzypresse.jpg
Atlas-Zeder      Säulenzypressen

 

Die Aussegnungshalle

Die Aussegnungshalle wurde 1979–1980 erbaut. Vorher erfolgten die Beisetzungen von der St. Sebastians-Kapelle aus.

Beschreibung: C:\Users\Guckes\Documents\Friedhof Fotos 3\Impressionen\Aussegnungshalle Fenster.jpg                              

Fenster in der Aussegnungshalle


Innen befindet sich das Original der Madonna auf dem Kronenbrunnen von 1812. Sie stammt wahrscheinlich von Franz Anton Xaver Hauser, einem Bildhauer aus dem Wenzinger-Kreis. Auf dem Brunnen selbst steht heute ein Abguss.

 

Beschreibung: C:\Users\Guckes\Documents\Friedhof Fotos 1\Friedhof allgemein\Aussegn.halle Madonna.jpg 

Madonna vom "Kronenbrunnen" in der Hauptstraße

Das Metallkreuz mit konzentrischen Ringen ist ein Werk von Ludwig Weber. Es geht ihm darum, nicht einen leidenden Christus zu zeigen für Menschen, die trauern und gerade selbst Leid erleben. Der alles umfassende Kreis soll Hoffnung spenden für Menschen jeder Konfession.

 

Beschreibung: K:\dcim\100MEDIA\IMAG0137.jpg

Kreuz Aussegnungshalle

 

Neben der Aussegnungshalle kann man eine Plastik von Prof. Kurt Lehmann sehen. Sie heißt „Klage“.

 

Beschreibung: C:\Users\Guckes\Documents\Friedhof\Klage Lehmann 09.jpg

„Klage“ von Prof. Kurt Lehmann

In der Nähe steht eine Bank, die sehr den sogenannten "Papstbänken" von 2011 ähnelt, welche numeriert sind. Sie hat wie diese einen Hinweis auf die Nachhaltigkeit, aber eben keine Nummer.

 Beschreibung: C:\Users\Guckes\Documents\Friedhof Fotos 1\Friedhof allgemein\Papstbank von 2011 b.jpg

Bank 2011

In der Süd-Ostecke des umrandeten Teils vom Friedhof steht das alte Leichenhaus, in dem früher der Sarg mit einem Verstorbenen stehen konnte.

 

Beschreibung: C:\Users\Guckes\Documents\Fotos Smart\Leichenhaus.jpg

Leichenhaus

Außerhalb des Friedhofs am Tor zur Aussegnungshalle steht ein altes Sühnekreuz, über das nichts Näheres bekannt ist.

Beschreibung: C:\Users\Guckes\Documents\Friedhof Fotos 1\Friedhof allgemein\Sühnekreuz.jpg

Altes Sühnekreuz

 

 

 

 

 

 

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