facebook  Facebook

Der Friedhof Staufen

Teil 6: Die Gräber der Priester neben der Kapelle

Einige Priester sind rechts von der Sebastianskapelle bestattet. An der Mauer befinden sich zwei Kruzifixe und ein Grabstein, davor  zwei weitere Gräber.

Casper Karl 1934

 Beschreibung: C:\Users\Guckes\Documents\Friedhof Buch\Casper, Pfarrer.jpg   HIER RUHT
DER HOCHWÜRDIGE HERR
KARL CASPER
STADTPFARRER VON STAUFEN
*1874   +1934

WENN ICH GETAN
                WAS ICH GELEHRT
DANN IST DER HIMMEL MEIN
UND WENN IHR TUT
                WAS ICH GELEHRT

DANN KOMMT AUCH IHR HINEIN

[2012 zur Restaurierung!]

Das hölzerne Kruzifix mit dem Schutzdach gibt auf einer hölzernen Tafel der Gemeinde eine Richtlinie.


Fröhlich
Konrad 1912

Beschreibung: C:\Users\Guckes\Documents\Friedhof Buch\Fröhlich Pfarrer 1912.jpg   Hier ruht in Gott 
d. Hochw. H. Stadtpfarrer Definitor
Konrad Fröhlich
geb. 21.Nov. 1843 in Messkirch
gest. 9.Mai 1912 in Staufen
Er war sanft und mild in seinen
Reden.

 

Das Kruzifix zeigt einen leidenden Christus mit weißem Lendentuch. Zu seinen Füßen trägt eine hölzerne Platte die Schrift. Das Kreuz ist geschützt durch ein kupfernes Dach. 
Ein Definitor ist der Stellvertreter des Dekans.


Weisenrieder Bernadus 1794

Beschreibung: C:\Users\Guckes\Documents\Friedhof Buch\Weisenrieder 1794 Totenkopf.jpg   

HIC IACET

P.R.D. [Praenobilis Reverendus Dominus]

BERNADUS WEISENRIEDER

HUIUS LOCI PAROCHUS
QUEM NON FEBRIS LANGUENS
SED AMOR IN DEUM ARDENS
EXTINXIT

23. MARTII ANNO 1794

NATUS MENGA
AETATIS 41

R.I.S.P.  [requiescat in sancta pace]   

Hier liegt

der verehrungswürdige Herr

Bernadus Weisenrieder

der Pfarrer dieses Ortes
den nicht mattes Fieber
sondern brennende Liebe zu Gott
auslöschte

23. März Anno 1794

geboren in Mengen
im Alter von 41 Jahren

Er möge im heiligen Frieden ruhen.

                                                    

Der Grabstein zeigt einen Kelch mit Hostie, ein Zeichen des Messopfers. Unten sehen wir einen Totenkopf. 1790-1794 war Bernhard Weisenrieder aus Mengen katholischer Seelsorger in Staufen. Er stellte mit dem Stadtgericht einen neuen Plan der Bittgänge und Prozessionen auf, u.a. die jährliche Wallfahrt am Sebastianustag, dem 20. Januar, in die Sebastianuskapelle auf dem Friedhof, durch welchen vor allem die von der Bürgerschaft früher gelobten Bittgänge aufrechterhalten, die übrigen aber gekürzt werden sollten. Dieser Plan hielt sich aber nicht lange. Der Pfarrer starb jung an Typhus, da er bei der Pflege erkrankter ungarischer Soldaten im Militärspital geholfen hatte. Dieses war damals im Rathaus eingerichtet worden. [R. Hugard]


Zureich Peter 1895

Beschreibung: C:\Users\Guckes\Documents\Friedhof Fotos 1\Neben der Kapelle\Zureich 1895.jpg   GEISTLICHER RAT
PETER ZUREICH LEBTE
VON 1819-1895 DAVON
WAR ER 30 JAHRE STADT-
PFARRER VON STAUFEN
SEIN LEIB RUHT HIER      

Auf einer roten Sandsteinplatte steht der Text. Petrus Zureich kam aus Altenburg. Er war Dekan und Geistl. Rat, als Pfarrer in Staufen 1865 bis 1893. Er veranlasste die Restauration der Pfarrkirche und setzte dafür auch sein eigenes Vermögen ein. Leider wurden Erhaltenswertes entfernt, z. B. einige Gemälde und das Beinhaus von 1660, der Wentzinger-Ölberg und schöne alte Grabsteine. Sie sollen z.T. verwendet worden sein für die Steintreppen im Finsterbach den Rebhang hinauf. Er schenkte der Kirche die wertvollen gotischen Skulpturen Maria und Johannes von dem Bildhauer und Holzschnitzer Hans Multscher aus dem Allgäu, später Ulm. Diese befanden sich zunächst in der Sebastianskapelle, heute sind sie  im Tresor  der Martinskirche. Lt. Pfarrer Weitzel wollte er mit Zur-Eich angesprochen werden, da er als Findelkind unter einer Eiche gefunden wurde.


In dem Bereich rechts neben der Sebastianskapelle wird auch erinnert an die

Schwestern vom Hl. Vinzenz von Paul

Beschreibung: C:\Users\Guckes\Documents\Friedhof Fotos 2\Priester\Schwestern Vinzenz Paul seit 1862.jpg   

WIR GEDENKEN
AN DIESER STELLE DER
SCHWESTERN DES HL.
VINZENZ V. PAUL.
SIE HABEN SEIT 1862 BEI
UNS IM ALTEN SPITAL
SEGENSREICH GEWIRKT
GOTT VERGELTE IHNEN
IHRE MÜHE             

 

Der Text steht auf einer roten Sandsteinplatte. Die Schwestern betreuten das Spital.


Ottmann Josef 1863

Beschreibung: C:\Users\Guckes\Documents\Friedhof Fotos 2\Priester\Ottmann Priester 1863.JPG    HIER LIEGT BEGRABEN
DER GRÜNDER DES KATH.
GESELLENVEREINS VON
STAUFEN STADTPFARRER
JOSEF OTTMANN
GEB. 1805           GEST. 1863

 

Eine rote Sandsteinplatte nennt Josef Ottmann als den Gründer des Kath. Gesellenvereins von Staufen. Laut den Standesbüchern stammte Ottmann aus Rastatt, wo er auch starb. Er wurde nach Staufen überführt. Seine Eltern waren der Schustermeister Joseph Ottmann und Crescentia Schwarzenberger.

Weitere Priester ruhen südlich außerhalb der Mauern auf der Ostseite. Dort steht eine Statue der Hl. Anna selbdritt.


Hl. Anna selbdritt

 Beschreibung: C:\Users\Guckes\Documents\Friedhof Fotos 1\Priester\St. Anna.jpg HL. Mutter
ANNA
Stadtpatronin
von Staufen
bitte für uns
Priester   

 

Die Gruppe in rotem Sandstein zeigt St. Anna und ihre Tochter Maria, die das Jesuskind auf dem Schoss halten. St. Anna ist die Stadtheilige von Staufen. Die Figurengruppe wurde gestaltet von dem Bildhauer Jakob von der Münsterbauhütte Freiburg. Von ihm stammt auch die Statue auf der Anna-Brücke. Ihr zu Ehren findet jedes Jahr das Anna-Fest statt, in neuerer Zeit als ökumenische Veranstaltung.


Kreuzwegstationen

Beschreibung: C:\Users\Guckes\Documents\Friedhof Buch\Kreuzweg Weber.jpg

Kreuzwegstationen von Ludwig Weber

An der Mauer bei den Priestergräbern hängen vier Tafeln aus rotem Sandstein mit Stationen vom Kreuzweg, gestaltet von Ludwig Weber. Es wurden nicht alle Stationen vollendet. Später sollte das Werk fortgesetzt werden. Dieses lehnte der Künstler ab, da sich sein Stil inzwischen verändert habe.

 

Brunnen bei den Priestergräbern

Beschreibung: C:\Users\Guckes\Documents\Friedhof\Brunnen\Brunnen Priestergräber.jpg

Brunnen bei den Priestergräbern

In der Nähe steht ein mächtiger Brunnentrog aus rotem Sandstein, in der Mitte ein vierfach gegliederter Säulenstumpf. Das Wasser quillt aus kreuzförmigen Vertiefungen. Das Werk stammt von Ludwig Weber.

In der Nähe der Mauer sieht man ein kunstvolles Metallkreuz.


Schmutz
Joh. G. 2002

Beschreibung: C:\Users\Guckes\Documents\Friedhof Fotos 1\Kreuze\Kreuze Metall\Schmutz Msgre 2002 web.jpg    A P Beschreibung: Ohm Clip Art

MSGRE
JOH. G. SCHMUTZ

*1908   +2002

EHRENBÜRGER VON
STAUFEN UND
BAD BELLINGEN
VON
1947-1977
STADTPFARRER
ST. MARTIN
STAUFEN

 

Auf einem gelben Sandsteinsockel mit geschwungenem oberem Rand steht ein mit Ranken und Blüten  verziertes Metallkreuz. Es ist geschützt von einem geschwungenen Metalldach. In der Mitte stehen die Buchstaben A PBeschreibung: Ohm Clip Art. Die Schrift steht darunter auf einer ovalen Platte.

Monsignore Johann Georg Schmutz war viele Jahre Stadtpfarrer in Staufen. Er war Dekan, Geistlicher Rat und Prälat. In Staufen hat er segensreich gewirkt. In den Jahren nach 1960 regte er den Bau des Altenheims St. Margareten an. Dieses ist inzwischen zum Altenpflegeheim geworden. Er ließ auch die Pfarrkirche renovieren und den Vorläufer des Martinsheims errichten, ebenso einen neuen katholischen Kindergarten. Er wurde zum Ehrenbürger der Stadt ernannt.

Rechts daneben befindet sich ein moderner Grabstein.


Dienst Emil 2005

Beschreibung: C:\Users\Guckes\Documents\Friedhof Fotos 1\Moderne Grabstätten\Dienst 2005.jpg   

EMIL DIENST
1915 – 2005
PFARRER
IN
WETTELBRUNN
1962 – 1987 

 

Die stehende Platte aus blauschwarzem Stein zeigt die Schrift auf hellerem aufgerautem Untergrund. Oben ist eine rechteckige Vertiefung hinter einer Glasplatte mit blauer Verzierung. Man kann ein Grablicht hineinstellen. Die Öffnung ist mit einer kleinen hellrot marmorierten Steinplatte über einem schmalen Spalt abgedeckt, damit noch Luft hineinkommt.

Vor der Mauer liegen mehrere Blöcke aus rotem Sandstein.


Berger Paul 1967

Beschreibung: C:\Users\Guckes\Documents\Friedhof Fotos 2\Priester\Berger Pfarrer 1967.jpg   

PAUL BERGER
PFARRER VON
WÜNSCHELBURG
GRAFSCHAFT
GLATZ * 9.1.1900
             + 23.9. 1967

 

 

Der Text steht auf einer roten Sandsteinplatte.


Weitzel Wilhelm 1971

Beschreibung: C:\Users\Guckes\Documents\Friedhof Fotos 2\Priester\Weitzel Pfarrer 1971.jpg   

WILHELM WEITZEL
1884 – 1971
STADTPFARRER
VON STAUFEN        

 

Der Text steht auf einer roten Sandsteinplatte. Wilhelm Weitzel war 1934 bis 1946 Stadtpfarrer in Staufen. Seine Liebe galt der Musik. Er war früher in Freiburg Münsterorganist. 1942 hat er  das „St. Anna-Lied“ zu Ehren der Stadtpatronin verfasst, das heute noch auf dem Anna-Fest gesungen wird. Er befasste sich mit der Stadtgeschichte und schrieb u.a. die Broschüre „Die Fauststadt Staufen im Breisgau 1336–1936 –  Pfarrei und Stadt in 600jähriger Geschichte“. In der Zeit des Nationalsozialismus wurde er mehrfach verhört, zeigte dabei standhaftes Verhalten. Seine letzten Jahre verbrachte er in Staufen im Altenheim St. Margareten.


Mansfeld Walter 1978

Beschreibung: C:\Users\Guckes\Documents\Friedhof Fotos 2\Priester\Mansfeld Priester 1978.jpg   

PRÄLAT DR.
WALTER MANSFELD
PRIESTER DER DIÖZESE
HILDESHEIM GEB. 17.
7. 1908 GEST. 6.2.1978

 

Die Umrandung der roten Sandsteinplatte ist in Absätzen gestaltet.


Wiesler Josef 1965

Beschreibung: C:\Users\Guckes\Documents\Friedhof Fotos 2\Priester\Wiesler Pfarrer 1965.jpg    HIER ERWARTET
DEN TAG
DER AUFERSTEHUNG
PFARRER
JOSEF WIESLER
1901 + 1965         

 

Die Schrift steht auf einer roten Sandsteinplatte.

In der Reihe der Priester liegt auch


Suger Elisabeth 1954 

 Beschreibung: C:\Users\Guckes\Documents\Friedhof Fotos 2\Priester\Suger Messnerin 1934.jpg  

Elisabeth
Suger
Mesnerin
an der
Stadtkirche
*9.12.1881
+16.10.1954

Der
Eifer
für Dein
Haus
vergeht
nicht             

 

Der Grabstein trägt ein Häuschen, darin eine Muttergottes mit Kind. Man sagt, die Verstorbene war unermüdlich bei der Pflege der Kirche.

 

 Druckversion