Aktuelles zur Hebungsrissekatastrophe in Staufen

Am 14. Februar hat sich der Arbeitskreis Hebungsrisse zu seiner ersten Sitzung im Jahr 2018 getroffen. Hier unsere Pressemitteilung vom 19.02.2018 zu den Hebungsrissen an Gebäuden in der historischen Altstadt von Staufen

1. Pumpbetrieb läuft weiterhin weitgehend ruhig
2. Alarmplan zum Pumpbetrieb wird überarbeitet
3. Das Büro für Baukonstruktionen (BfB) berichtet über neue Schäden an den Gebäuden in der historischen Altstadt; nächste Hebungsmessungen im März 2018
4. TÜV setzt die Überprüfung der Gasanlagenzustände der Gebäude fort
5. TÜV setzt die Überprüfung der Gasanlagenzustände der Gebäude fort
6. Nächste Pressemitteilung nach der Arbeitskreissitzung am 18. April 2018

Zu 1:
Der Pumpbetrieb läuft weiterhin weitgehend störungsfrei, die Entnahmeraten bleiben kon­stant. Im Dezember 2017 wurde eine Pumpe wegen Verschleiß durch mineralischen Schlamm und Feinsand ausgetauscht. Die Ersatzpumpe wurde aus dem Lagerbestand, den die Stadt Staufen vorsorglich angelegt hat, entnommen Eine robustere ‚Schlamm­pumpe‘ kann wegen der großen Förderhöhe nicht eingesetzt werden.
Die hohe Mineralisation des Pumpenwassers aus der Brunnenbohrung 4 hat dem Pumpenkopf stark zugesetzt und zu Lochfraß geführt. Deshalb wird demnächst die bis­herige Ausführung in Schwarzstahl durch eine Edelstahlausführung ersetzt.
Die Mineralisation des abgepumpten Wassers ist zurückzuführen auf Lösungsprozesse in ca. 130 m Tiefe, die aber durch die Stärke und das Gewicht des darüber liegenden Gesteins keine Auswirkung auf die Oberfläche haben.

Zu 2:
In Zusammenarbeit mit den beratenden Ingenieuren und dem Landesamt für Geologie, Bergbau und Rohstoffe wird der vorhandene Alarmplan in Bezug auf Störungen des Ab­senkbetriebs überarbeitet, damit das Absenkziel stets erreicht wird. Dabei fließen die Er­kenntnisse aus dem Abpumpbetrieb der vergangenen Jahre ein. Da die drei Brunnen untereinander eine hydraulische Verbindung über das Gebirge haben, kann durch die Redundanz des Systems eine Störung innerhalb von Stunden kompensiert werden. Damit wäre eine Überbrückung über mehrere Tage möglich.

Zu 3:
Die Statiker des Büros für Baukonstruktionen aus Karlsruhe informieren, dass an einigen Gebäuden in der historischen Altstadt von Staufen einige zusätzliche Schäden fest­zustellen sind.
Die nächste Messung der Höhenentwicklung erfolgt im März 2018, sodass die Ergebnisse zur nächsten Arbeitskreissitzung vorliegen.

Zu 4:
Die regelmäßigen Kontrollen des öffentlichen Erdgasnetzes blieben ohne Beanstandung. Der Prüfzyklus konnte von 14-tägig auf 3-monatig verlängert werden.
Der TÜV Süd, der mit der Beurteilung der Sicherheit der Gasinneninstallationen in den Gebäuden im Hebungsgebiet beauftragt ist, hat die Begutachtung der Hausgasinnenanla­gen fortgesetzt. Aus der Überprüfung der möglicherweise risikobehafteten Anlagen werden ggf. individuelle Maßnahmen zur Sicherung der Leitungen abgeleitet. Der Sach­verständige ist mit den bisher durchgeführten Maßnahmen der bnNetze GmbH als Netz­betreiber und der Stadt Staufen sehr zufrieden. Bei der Überprüfung steht die Sicherheit klar über wirtschaftlichen Interessen.

Zu 5:
Bei der für dieses Jahr geplanten Verlegung der neuen Regenwasserkanäle Kirch­straße/Hauptstraße zum Neumagen soll zur Brunnenspeisung am Marktplatz eine Zisterne mit Zirkulationspumpe eingebaut werden, um den Brunnen wieder in Betrieb zu nehmen. Die Auffüllung soll durch Regenwasser vom Rathausdach erfolgen.

Zu 6:
Die nächste Pressemitteilung erscheint nach der Sitzung des Arbeitskreises Hebungs­risse, der am Mittwoch, den 18. April, das nächste Mal tagt.

Stadt Staufen im Breisgau
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