Sofortmaßnahme an der Blutbuche am Stadtsee

Bei routinemäßiger Kontrolle der Stadtbäume wurde an der Blutbuche am Stadtsee Totholz in der Krone und Pilzbewuchs am Stammfuß festgestellt. Die umfangreichen Untersuchungen eines externen Baumgutachters ergaben, dass die Buche seit längerem an zwei tödlich wirkenden Holzpilzen erkrankt ist. Der Riesenporling und der Brandkrustenpilz haben die Wurzeln und den Stammfuß befallen. Im Ergebnis ist die Fäule schon sehr weit fortgeschritten, große Bereiche des Stammfußes sind bereits hohl, so dass die Standfestigkeit des Baumes nicht mehr gegeben ist. Eine Gesundung oder Sanierung des Baumes ist nicht möglich. Das Heimtückische ist, dass trotz vital erscheinender Krone (s. Bild), der Baum im fortgeschrittenen Absterbeprozess ist. Das noch intakte Splintholz versorgt die Krone mit Wasser und Nährstoffen, obwohl tragende Wurzeln und Kernholz bereits abgestorben sind. Bereits ein leichter Windstoß könnte den Baum zu Fall bringen. Direkt benachbart zur Rotbuche befinden sich Kinderspielplatz, Aufenthaltsbereich des Stadtsees, Münstertalbahn und Zufahrt zu den Grünmatten.

In Absprache mit dem Baumgutachter wird zunächst als Sofortmaßnahme eine Kürzung der Baumkrone vorgenommen, um die notwendige Entlastung bei Wind zu erzielen. Mit Rücksicht auf die Bestimmungen des Bundesnaturschutzgesetzes wird die Rotbuche dann im Oktober 2021 gefällt werden. Selbstverständlich wird die Stadt Staufen dann wieder Ersatzpflanzungen vornehmen.

Tiefbau- und Umweltamt Stadt Staufen