Starkregen – Wichtige Erinnerung an die Grundstückseigentümer

Heftige Starkregenereignisse können überall auftreten, sind als Naturereignisse einzustufen und können lokal verheerende Schäden anrichten.
Im Gegensatz zu Hochwasser an großen Flüssen ist Starkregen räumlich nicht eingrenzbar sowie der genaue Zeitpunkt und die Menge der Niederschläge sind so gut wie nicht vorhersehbar. Die schlagartigen Wassermassen können weder Böden noch Kanalisation aufnehmen.

Vor kurzem sind rd. 31 Liter pro Stunde und Quadratmeter Regen im Ortsteil Wettelbrunn gefallen. Das Hochwasserrückhaltebecken Höllgraben schützt die Siedlung vor Hochwasser, was aus dem höherliegenden Einzugsgebiet Richtung Wettelbrunn strömt. Das Hochwasserrückhaltebecken war zu weniger als 10% gefüllt. Das Anschwellen des Dorfbaches Höllgraben wurde insbesondere durch den Regenwasserabfluss von den versiegelten Flächen (Bebauung, Straßen etc.) verursacht.
 
Die Stadt Staufen hat als eine der ersten Kommunen in Südbaden im Zeitraum 2018-2019 für die Ortsteile Grunern und Wettelbrunn ein sog. Starkregenrisiko-management erstellt.

Das Wichtigste im Überblick:
 
· Starkregen sind Niederschläge ab 35 Liter pro Stunde und Quadratmeter.
· Das öffentliche Kanalsystem ist grundsätzlich nicht für Starkregenereignisse bemessen und auch nicht technisch umsetzbar.
· Mit der Starkregenkarte werden die Grundstückseigentümer über Überflutungstiefen und Fließgeschwindigkeiten bei jeweiligen Niederschlagsszenarien informiert.
· Die Starkregenvorsorge (z. B. Maßnahmen zum Objektschutz) liegt vorrangig in den Händen der Grundstückseigentümer (gesetzliche Verpflichtung).

Die Starkregenkarten mit den jeweiligen Niederschlagsszenarien sind auf der Homepage der Stadt Staufen für die Ortsteile Grunern und Wettelbrunn abrufbar
In der Kernstadt Staufen soll nach Ausführung der Hochwasserschutzmaßnahme Neumagen (HQ 100) ebenfalls ein Starkregenrisikomanagement durchgeführt werden.
 
Tiefbau- und Umweltamt Stadt Staufen