Literarischer Salon

Tausendundeine Nacht – Der Anfang und das glückliche Ende

Claudia Ott, Foto: Martin Jehnichen

In einer kleinen Bibliothek in Zentralanatolien, die vor 250 Jahren ein Sammler alter Handschriften erbaute, liegt – versteckt in einem falsch beschrifteten Schuber – ein uraltes Manuskript des Endes von „Tausendundeine Nacht“. Diese sensationelle Entdeckung macht Claudia Ott mit ihrer Übersetzung erstmals der Öffentlichkeit zugänglich. Über das Ende der Rahmenerzählung von der klugen Schahrasad, die durch ihre Geschichten König Schahriyar davon abhält, sie zu töten, war bisher so gut wie nichts bekannt. Die vollständigen arabischen Manuskripte, die erst im 19. Jahrhundert unter europäischem Einfluss entstanden sind, blenden die Rahmenerzählung fast völlig aus. Erstmals werden nun die letzten 125 Nächte des Zyklus sowie der ausführliche Schluss in einer arabischen Fassung zugänglich, die viele Jahrhunderte älter ist. Claudia Ott versteht es meisterhaft, die Unmittelbarkeit und Frische des arabischen Originals zu vermitteln. Musikalisch begleitet wird die szenische Lesung von Claudia Ott auf der Nay (Rohrflöte) und Hadi Alizadeh auf der Daff (persische Perkussion).
 
Freitag, 7. Juni 2019, 19:30 Uhr, Stubenhaus Staufen. Eintritt 15 €, ermäßigt 10 €.

Thommie Bayer liest

Der Staufener Autor Thommie Bayer liest aus seinem neuen Roman „Das innere Ausland“: Andreas Vollmann glaubt, endlich in seinem Leben angekommen zu sein. Nach mehr oder weniger allein verbrachten Jahren besitzt er nun mit seiner Schwester Nina ein Haus im Süden Frankreichs, wo er die Tage in bukolischer Stille verbringt. Aber dann stirbt Nina sehr überraschend, und Andreas wird seine innere Einsamkeit bewusst. Es ist kein Zufall, dass in diesem Moment eine fremde Frau bei ihm erscheint - sie heißt Malin und ist Ninas Tochter, von der Andreas noch nie etwas gehört hat. Während die beiden sich einander annähern und Malin ihm von der unbekannten Seite seiner Schwester erzählt, erkennt Andreas, dass das Leben ihm gerade eine zweite Chance bietet. Doch er muss sie auch ergreifen.


Sonntag, 3. November 2019, 17 Uhr, Stubenhaus Staufen. Eintritt 10 €, ermäßigt 5 €.
 

Jörg Weigand liest aus seinen Memoiren „Abenteuer Unterhaltung“

Der 1940 geborene und in Staufen lebende Autor, Herausgeber und Kritiker Jörg Weigand zieht die Bilanz aus 60 Jahren Beschäftigung mit
Unterhaltungsliteratur. In seinen Erinnerungen schildert er seinen eigenen Weg zur Unterhaltungsliteratur und reflektiert auf kurzweilige Art das gesamte Genre: „Eine Bilanz, die vielleicht nicht jedem schmecken mag. In der Rückschau eine bewegte Entwicklung mit Höhen und Tiefen, bei der mir klar geworden ist: Unterhaltungsliteratur ist in jedem Falle alle Mühen wert, die man darauf verwenden kann – als Leser, als Autor und als Kritiker." Begleitet wird die Lesung mit eigenen Kompositionen des Autors, am Flügel Hermann Mehnert (Badenweiler).
 
Sonntag, 17. November 2019, 17 Uhr, Stubenhaus Staufen. Eintritt 5 €, ermäßigt 3 €.

Erzählkunstabend „Liebe, Lust und Leidenschaft“

Zum vierten Mal kommen Karla Krauß aus Laufen und zwei Erzählkolleginnen nach Staufen und präsentieren ihre uralte Kunst, die Kunst des Erzählens. Diesmal stehen Geschichten um „Liebe, Lust und Leidenschaft“ im Mittelpunkt des Abends: Was wären wir ohne die Liebe? Vermutlich nicht nur ausgestorben, sondern auch um Vieles ärmer. Heitere, verzwickte und uralte Liebesgeschichten entführen in eine Anderswelt, umgeben von Liebe, Magie und Poesie. Geschichten über die Liebe und was sie ausmacht von drei Erzählern, die so unterschiedlich sind, wie die Geschichten selbst. Erzählt wie seit hunderten von Jahren von Mund zu Ohr und Ohr zu Mund; aufgeschnappt, dazuerfunden, dazugedichtet und weitererzählt ...
 
Samstag, 15. Februar 2020, 20 Uhr, Stubenhaus Staufen. Eintritt 10 € im Vorverkauf und 12 € an der Abendkasse. Vorverkauf im Weingut Landmann und in der Goethe-Buchhandlung Staufen.