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Bürgermeister Michael Benitz verabschiedet

Mehr als 24 Jahre im Dienst der Stadt Staufen

Mit einem großen Festakt im FaustForum verabschiedete die Stadt Staufen am Samstag, 13. Juni 2026, ihren langjährigen Bürgermeister Michael Benitz.
Sein Nachfolger Dr. Benjamin Bröcker begrüßte die gut 200 geladenen Gäste, darunter die Ehrenbürger Graf von Hohenthal, Herbert Rinderle und Helmut Zimmermann. Er würdigte seinen Vorgänger: „24 Jahre Dienst am Menschen, 24 Jahre voller Einsatz für Staufen, durch viele Höhen, aber auch Tiefen wie etwa die Rissekatastrophe.“
Die Stadt Staufen sei Benitz zu großem Dank verpflichtet, so Bröcker.

Hier finden Sie den Dankeschön-Film für Herrn Benitz.

Als langjähriger Weggefährte zeichnete Bürgermeister-Stellvertreter Thomas End die Karriere von Michael Benitz in Staufen nach. Er erinnerte an die erste Wahl im Jahr 2001, als Benitz im zweiten Wahlgang mit 52,2 Prozent der Stimmen gewählt wurde. „Was danach kam, war eine Bestätigung Ihrer guten Arbeit“, so End weiter. So wurde Benitz: 2009 mit 90,4 Prozent der Stimmen 2017 mit 96,1 Prozent der Stimmen jeweils bei einer außergewöhnlich hohen Wahlbeteiligung von weit über 70 Prozent im Amt bestätigt. Benitz habe ein enormes Tempo vorgelegt, da er Dinge voranbringen wollte. Als ersten Schwerpunkt seines Wirkens nannte Thomas End das Engagement für Kinder und Jugendliche sowie die Bildung durch den Ausbau von Betreuungsangeboten und Investitionen in die Schulen.
Daneben habe sich die Infrastruktur der Stadt in den vergangenen 24 Jahren enorm entwickelt. Bei allen Neuerungen habe Benitz jedoch stets auch die Bewahrung des wichtigen geschichtlichen und kulturellen Erbes Staufens am Herzen gelegen. Für die Kultur habe Benitz mit dem FaustForum nach einem harten und steinigen Weg zum Ende seiner Amtszeit ein Leuchtturmprojekt verwirklicht. „Am Ende sitzen wir nun im FaustForum und bewundern dieses herausragende Projekt. Eine großartige Leistung, herzlichen Dank dafür!“

End lobte die Politik des moderaten Wachstums von Staufen. Es sei viel Wohnraum geschaffen worden, jedoch stets nur so viel, wie die Infrastruktur verkraften konnte. Wie gut die Führung durch Michael Benitz gewesen sei, zeige sich auch in der hervorragend aufgestellten Verwaltung, die sich modern, digital gut aufgestellt und voller motivierter Mitarbeitender als Dienstleister für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt präsentiere.

Nach einem Dank an die Familie, die das Engagement von Michael Benitz stets mitgetragen habe, schloss Thomas End mit den Worten:
Sie haben Spuren hinterlassen, die bleiben werden. Deshalb sagen wir heute nicht einfach Auf Wiedersehen. Wir sagen: Danke für 24 Jahre Verantwortung. Danke für 24 Jahre Leidenschaft. Danke für 24 Jahre Einsatz für Staufen. Die Stadt Staufen verneigt sich heute vor Ihrer Lebensleistung.“

Die Rede wurde von den Gästen mit langanhaltendem Applaus und stehenden Ovationen bedacht.

Statt einer Abfolge weiterer Dankesreden gab es einen fünfminütigen Film, in dem Rathausmitarbeiterinnen und -mitarbeiter, Vereine, Organisationen, Schulen, Kitas und Kulturschaffende ihren Dank für das Wirken des Bürgermeisters bekundeten. Das mit Drohnenbildern der Staufener Firma Cinegrapher erstellte Werk kann man unter folgendem Link anschauen (Hier können Sie den Dankeschön-Film für Herrn Benitz sehen).
Als Abschiedsgeschenk überreichten Bürgermeister Dr. Bröcker und Thomas End dem scheidenden Bürgermeister ein Objektbild des renommierten Künstlers Jürgen Brodwolf. Für dessen Erwerb hatten die Mitarbeitenden des Rathauses sowie alle Gemeinderatsmitglieder aus Benitz’ Amtszeit einen finanziellen Beitrag geleistet. Dankesworte für den Landkreis, den Kreistag, verschiedene Zweckverbände und Verwaltungsorganisationen, in denen Benitz oftmals als Vorsitzender gewirkt hat, überbrachte Landrat Dr. Christian Ante. Er sprach auch im Namen zahlreicher Bürgermeister von Nachbargemeinden, die zur Abschiedsfeier gekommen waren.

In seinen Dankesworten zeigte sich Michael Benitz von so viel Zuspruch „berührt, aber auch ein wenig stolz“. Er schaue sehr zufrieden zurück und blicke voller Dankbarkeit auf diesen wichtigen und prägenden Lebensabschnitt.
Er dankte: den Bürgerinnen und Bürgern für das Vertrauen, den Mitgliedern des Gemeinderats für die stets gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit, den Bürgermeister-Stellvertreterinnen und -Stellvertretern, insbesondere den Ehrenbürgern Helmut Rinderle und Helmut Zimmermann für ihre große Unterstützung.
Weiter sagte Benitz: „Wenn in diesen Jahren sehr viel geleistet wurde, ist das alles insbesondere auch Ihr Werk, liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter!“
Er verabschiedete sich mit den Worten: „Es dürfte wenige Berufe mit so einem breiten Spektrum an Möglichkeiten und Aufgaben geben. Dadurch bin ich mit Staufen eng verbunden worden und diese Stadt und ihre Menschen werden dadurch immer einen besonderen Platz in meinem Herzen haben. Es war mir eine große Ehre, Ihr Bürgermeister sein zu dürfen.“

Musikalisch begleitet wurde der Abend vom Blechbläserquintett „senza legno“ unter der Leitung von Dominik Ullrich.
Im Anschluss an den Festakt lud die Stadt zu einem Stehempfang im Foyer des FaustForums ein.

Ein Bild vom Blechbläserquintett „senza legno“ auf der Bühne des FaustForums

Die Staufener Gastronomie und örtliche Winzer sorgten für das Catering, sodass der offizielle Teil an einem lauen Sommerabend ausklingen konnte.

Fotos: Hans-Peter Müller