Keramikmuseum
Am Rande der Altstadt von Staufen, unmittelbar neben dem Neumagen, steht ein ehemaliges Hafnerhaus, einziges noch verbliebenes Zeugnis der seit dem Mittelalter lebendigen Töpfertradition in der Stadt. Seit 1991 ist dieses Gebäude, in dem die Werkstatt der Hafnerfamilie Maier-Bregger mit Tongrube, Drehscheibe, Trockengestell und Holzfeueröfen vollständig erhalten ist, ein Keramikmuseum mit überregionaler Ausstrahlung. Das Badische Landesmuseum Karlsruhe zeigt hier jährlich eine Sonderausstellung mit Keramik aus allen Zeitepochen. Gleichzeitig bietet der Förderkreis des Museums jährlich sechs ausgesuchten zeitgenössischen KeramikerInnnen die Möglichkeit, ihre Arbeiten in Studio-Ausstellungen zu präsentieren.
Für jüngere Menschen, Schüler und Schülerinnen stehen neu zwei kostenlose Heftchen als „Rundgang zur Dauerausstellung“ und zur Sonderausstellung“ des Landesmuseums an der Kasse zur Verfügung. Mit Texten von Doris Dünzen und Illustrationen von Klara Schmider können Gruppen und einzelne Besucher das Museum spielerisch kennenlernen, Suchaufgaben lösen und Informationen aus Texttafeln entnehmen.
Kontakt
Keramikmuseum Staufen
Wettelbrunner Straße 3
79219 Staufen i. Br.
Tel. 07633 6721
E-Mail: keramikmuseum-staufen@t-online.de
Webseite: www.landesmuseum.de/weitere-standorte/keramikmuseum-staufen
Öffnungszeiten: Mittwoch bis Samstag 14–17 Uhr, Sonntag 12–17 Uhr
(Winterpause vom 1. Dezember – 31. Januar)
Aktuelle Ausstellungen im Keramikmuseum
Jugendstil international. Keramische Kunst ohne Grenzen
Als gesellschaftliche Gegenbewegung zum konservativen Wilhelminismus und künstlerische Reaktion auf den tradierten Historismus etablierte sich um etwa 1895 der noch heute mit Faszination bewunderte Jugendstil. Der Jugendstil umfasst eine Epoche, die durch eine unbändige Experimentierfreude gekennzeichnet war und in der nebeneinander und gleichzeitig verschiedenste gestalterische Ausdrucksweisen auftraten. Künstlerische Ideen wurden in Abhängigkeit vom Temperament des Künstlers oder der Künstlerin entwickelt, und es entstanden äußerst eigenwillige und divergierende Formen. Während einige das florale Formenvokabular bevorzugten, ließen sich andere für die geometrisierende Jugendstilvariante begeistern. Dazu kamen abweichende nationale und regionale Ausprägungen. Dies hatte zur Folge, dass sich keine homogene Formensprache des Jugendstils herausbildete. Die heterogene und experimentierfreudige Vielfalt wurde zum gemeinsamen Nenner. Die als widersprüchlich erscheinenden Einzelphänomene hatten jedoch eine übergreifende Konstante: einen mentalen Umbildungsprozess, der vor dem Hintergrund der kulturellen, politischen und sozioökonomischen Umbrüche stattfand. Der Jugendstil verstand sich dabei als eine alle Bereiche des modernen Lebens erfassende Lebensreform. Durch den Bruch mit den überlieferten Sehgewohnheiten wollten Jugendstilkünstler*innen diese Erneuerungsbewegung zum Ausdruck bringen und etwas Junges, Unkonventionelles und bisher noch nie Dagewesenes kreieren. Das ist ihnen gelungen! Die Ausstellung widmet sich den unterschiedlichen Ausprägungen der keramischen Kunst des Jugendstils in den jeweiligen Ländern.
„Jugendstil international. Keramische Kunst ohne Grenzen“
6. Februar – 30. November 2026
Mi–Sa 14–17 Uhr, So 12–17 Uhr
2,50 Euro / erm. 1,50 Euro
Freier Eintritt mit dem Museums-Pass-Musées
Studioausstellungen 2026
Seit über 20 Jahren veranstaltet der Förderkreis Keramikmuseum Staufen e.V. Studioausstellungen mit zeitgenössischen Keramikerinnen und Keramikern aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz. Weitere Informationen finden Sie im Veranstaltungskalender und unter www.keramikmuseum-staufen.de.
Führungen im Keramikmuseum
Jeden ersten Samstag im Monat während der Öffnungsmonate um 13 Uhr
Aktuelle Termine sind im Veranstaltungskalender zu finden.
keine Anmeldung erforderlich

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