Literarischer Salon Staufen

im historischen Stubenhaus

12. Mai 2022: Yannic Han Biao Federer liest aus seinem neuen Roman "Tao"

Dass Tobi eigentlich Tao heißt, wissen die Wenigsten. Nur Miriam nennt ihn, wenn sie zu zweit sind, bei seinem chinesischen Namen. Als sie ihn verlässt, reist Tao mit dem Auto quer durch Europa, um der Trauer über die Trennung zu entkommen. Doch die Erinnerung an die gemeinsamen Jahre verfolgt ihn, und auch der Tod des Vaters lässt ihn nicht los: Vor Jahren verschwand der in Hongkong – auf der Suche nach dem Geburtsort des eigenen Vaters. Nun ist es Tao, der sich auf die Spuren seiner Vorfahren begibt und zu schreiben beginnt, um die eigene Geschichte zu ordnen und die seiner Familie, die von China über Indonesien bis nach Staufen im Breisgau reicht.

Yannic Han Biao Federer erzählt von einer Spurensuche entlang biographischer Brüche und historischer Verwerfungen, in der deutschen Provinz wie im zerrissenen Hongkong von heute. Sein Roman Tao stellt die Frage, wie gemeinsame Erinnerung erzählt werden kann, wem sie gehört – und was sie verspricht.
 
Yannic Han Biao Federer wurde 1986 in Breisach am Rhein geboren und machte am Faust-Gymnasium in Staufen Abitur. Er studierte Germanistik und Romanistik in Bonn, Florenz und Oxford. Für seine literarischen Texte erhielt er Auszeichnungen und Stipendien, darunter den 3sat-Preis 2019 im Rahmen der 43. Tage der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt. Sein Debütroman "Und alles wie aus Pappmaché", der hauptsächlich in Staufen spielt, erschien 2019 bei Suhrkamp Nova und wurde im gleichen Jahr mit dem Literaturstipendium des Landes Baden-Württemberg prämiert. „Tao" ist sein zweiter Roman.

Donnerstag, 12. Mai 2022, 19:30 Uhr, Stubenhaus Staufen. Eintritt: 15 €, ermäßigt 10 €. Karten an der Abendkasse und auf Reservierung unter 07633 805-36 (Tourist-Information Staufen), 07633 805-30 (Dr. Diedrichs) oder E-Mail (dr.diedrichs@staufen.de).
Die reservierten Karten werden an der Abendkasse ausgegeben und können bis 15 Minuten vor der Veranstaltung abgeholt werden. Karten, die bis zu diesem Zeitpunkt nicht abgeholt wurden, werden anschließend frei verkauft.

Foto: © Heike Steinweg/Suhrkamp Verlag