Stubenhauskonzerte

Kammermusikreihe des Stubenhauskonzerte e.V.

Kammermusikreihe des Stubenhauskonzerte e.V. im historischen Stubenhaus am Marktplatz. Es findet monatlich ein Konzert statt. Die künstlerische Leitung haben Guido Heinke und Christoph Wyneken.

Guido Heinke


Vorverkauf und weitere Informationen unter www.stubenhaus.de, bei Reservix oder der Tourist-Info Staufen, Tel. 07633 805-36. Die Abendkasse öffnet 45 Minuten vor dem Konzert. Es gibt keine nummerierten Plätze.

Kontakt: Guido Heinke, Tel. 0761 2924224

Sonntag, 02. Oktober 2022, 18:00 Uhr: Duoabend Benedict Kloeckner (Violoncello) und Suzana Bartal (Klavier)

Beethoven hat seine Cellosonate op. 69 seinem Freund Ignaz von Gleichenstein gewidmet. Ignaz Freiherr Gleichauf von Gleichenstein wurde 1778 in Staufen geboren und starb 1828 in Heiligenstadt bei Wien. Gleichenstein war ein Sohn des Juristen Carl Benedict Freiherr Gleichauf von Gleichenstein (1725–1813), der als Oberamtmann in Staufen und Freiburg tätig war. Von 1794 bis 1798 studierte er Rechtswissenschaften an der Universität Freiburg und ließ sich im August 1800 in Wien nieder, wo er im November 1801 eine Stelle als Konzipist im k. k. Hofkriegsrat erhielt. Zu seinen Kollegen gehörte Beethovens Freund Stephan von Breuning. Etwa 1807 lernte er Beethoven kennen und wurde einer der wenigen Freunde des Komponisten, die dieser duzte.
Ein Zeichen der engen Freundschaft ist auch die 1808 vollendete Sonate A-Dur op. 69 für Violoncello und Klavier, die Gleichenstein gewidmet wurde. Wie durch Julius Schneller, einen Freund der Familie, überliefert ist, versah Beethoven das für Gleichenstein bestimmte Exemplar der Erstausgabe mit der Aufschrift: „Inter Lacrimas et Luctum“ (Unter Tränen und Trauer).
Benedict Kloeckner und Suzana Bartal hatten ursprünglich das Staufener Stadtjubiläum und Beethovens 250.Geburtstag im Jahr 2020 zum Anlass genommen, dieses wunderbare Werk mit der engen Verbindung zu einem Staufener Bürger im Stubenhaus aufzuführen. Das Konzert musst wegen der Corona-Pandemie jedoch verschoben werden und wird nun nachgeholt!
Mit Benedict Kloeckner kommt ein Ausnahmecellist nach Staufen zurück – er hat im Stubenhaus bereits vor 9 Jahren konzertiert. Seitdem trat er in den großen Konzertsälen der Welt von der Berliner Philharmonie bis zur Carnegie Hall, New York, mit großem Erfolg auf. Seine Partnerin am Klavier, Suzana Bartal, ist ungarisch-französischer Herkunft, sie gewann 2013 den New York Concert Artists Competition, der ihr die Tür zu den großen Konzertbühnen der Welt öffnete.
Dieses Konzert wird in Kooperation mit dem Markgräfler Musikherbst durchgeführt.

Karten im Vorverkauf bei der Tourist-Info Staufen oder online bei Reservix.

Sonntag, 13. November 2022, 18:00 Uhr: Schubertiade mit Karina Cveigoren und Ada Heinke (Klavier) und Lukas Lemcke (Bass)

Der Begriff „Schubertiade“ bezeichnet eine Geselligkeit im Hause des Wiener Juristen und späteren Direktors der Staatslotterie Spaun im Dezember 1826, bei der Schubert Eigenkompositionen am Klavier vortrug und der neben ihm sitzende Bariton Johann Michael Vogl seine Lieder sang. Diese Wortschöpfung hatte sich im Freundeskreis Schuberts seit 1821 eingebürgert als Bezeichnung für Abende, an denen man sich in wechselnder Runde traf und Schubert musizierte.
Das Anliegen der jungen Pianistin Ada Heinke und des Sängers Lukas Lemcke, die beide in Wien studieren, und der in Freiburg lebenden Pianistin Karina Cveigoren ist es, ein gemischtes Programm Schubertscher Werke zu Gehör zu bringen. Es werden Lieder und Klavierwerke zwei- und vierhändig dargeboten, darunter zwei Meisterwerke der romantischen Klavierliteratur, die Sonate in a-moll op.143 und die „Wandererfantasie“
… und, vielleicht wird dieser Abend sogar wieder als „gesellige Runde“ zu erleben sein, mit Gesprächen und einem Gläschen des hervorragenden Staufener Weins.

Karten im Vorverkauf bei der Tourist-Info Staufen oder online bei Reservix.

Sonntag, 11. Dezember 2022, 18:00 Uhr: Trioabend Sebastian Schmidt (Violine), Gustav Rivinius (Violoncello) und Guido Heinke (Klavier)

Zwei Gipfelwerke der Kammermusikliteratur hat sich das Trio Sebastian Schmidt, Gustav Rivinius und Guido Heinke vorgenommen. Drei Meister ihres Instruments suchen die Herausforderung, diese großen, einzigartigen Werke tiefgründig zu erfassen und zu interpretieren. Es bleibt eine lebenslange, wunderbare Herausforderung für konzertierende Musiker, wie von ihnen selbst auch immer wieder geäußert wird. Große Komponisten schaffen Werke, die eine Welt in sich schließen, Werke, die ein Herz voll Hingabe, einen überaus wachen Geist und einen großen Fleiß brauchen, um diese Welt wieder erlebbar zu machen – in der kurzen Zeit des Erklingens.
„Beethoven hatte mit seinem Trio op. 97 Besonderes im Sinn. In seinem letzten Klaviertrio übertrug er die breiten Dimensionen und die gesangliche Aura seiner neueren sinfonischen Werke auf die Kammermusik. Das Trio klingt so lyrisch wie das G-Dur-Klavierkonzert, so pastoral wie die Sechste Sinfonie und in den Klavierpassagen so raumgreifend wie das Es-Dur-Konzert. Beethovens Kunst der motivisch-thematischen Arbeit trumpft hier einmal nicht heroisch auf, sondern kleidet sich durchweg in breiten, liedhaften Gesang“.
Sebastian Schmidt blickt als langjähriger Primarius des Mandelring Quartetts und als Professor für Violine in Hamburg auf eine erfolgreiche Musikerlaufbahn zurück. Gustav Rivinius war erster deutscher Gewinner des großen Tschaikowsky-Wettbewerbs in Moskau und unterrichtet zusätzlich zu einer regen Konzerttätigkeit als Professor für Violoncello in Saarbrücken. Guido Heinke ist neben seinen Auftritten als Pianist ebenfalls als Pädagoge tätig, als Dozent für Klavier an der Musikhochschule Freiburg und als Dozent in Meisterkursen in Korea und China.

Karten im Vorverkauf bei der Tourist-Info Staufen oder online bei Reservix.