Ehrenbürger Herbert Rinderle feierte 80. Geburtstag

Die Stadt Staufen gratulierte ihrem Jubilar mit einem Empfang im Stubenhaus

Ehrenbürger Herbert Rinderle (r.) mit seiner Ehefrau Christina Wiesler und Bürgermeister Michael Benitz (l.) Foto: Gabriele Hennicke

Der 8. Februar 2020 war in Staufen ein denkwürdiger Tag: zum einen, weil sich zum 75. Mal der verheerende Bombenangriff auf die Fauststadt jährte, aber auch, weil an diesem Tag Ehrenbürger Herbert Rinderle seinen 80. Geburtstag feiern durfte. Die Stadt nahm dies gerne zum Anlass, um zu einem Empfang ins Stubenhaus einzuladen.

Die junge Violinistin Malina Stiegmann und Joachim Baar, Leiter der Jugendmusikschule Südlicher Breisgau am Flügel, eröffneten virtuos die Feierstunde.Bürgermeister Michael Benitz begrüßte den Jubilar mit seiner Ehefrau Christina Wiesler und seiner Familie sowie die beiden anderen Ehrenbürger Bürgermeister a. D. Karl-Eugen Graf von Hohenthal und Max-Carl Müller mit ihren Ehefrauen, außerdem die Stadträtinnen und Stadträte, leitende und ehemalige Mitarbeiter der Verwaltung sowie Freunde und Wegbegleiter Herbert Rinderles.Herbert Rinderle entstammt einem alt eingesessenen Geschlecht mit eindrucksvollem Stammbaum. Thaddäus Rinderle, der Namenspatron der hiesigen Grundschule, Benediktiner, Uhrenpater und Mathematikprofessor an der Universität Freiburg, ist sicher der berühmteste in seiner großen Verwandtschaft – und auch Herbert Rinderle selbst hat mit seinem Wirken in Staufen tiefe Spuren hinterlassen: so war er von 1968 bis 2014 Mitglied des Gemeinderates und hat in dieser Zeit an vielen wichtigen Entscheidungen mitgewirkt. Bei den Gemeinderatswahlen wurde er jeweils mit Spitzenergebnissen wieder ins Stadtparlament gewählt, was auch darin begründet lag, dass für ihn nicht Parteipolitik, sondern parteiübergreifende Sachpolitik zum Wohle der Stadt und ihrer Bevölkerung im Vordergrund stand. Er genoss deshalb in allen Bevölkerungsschichten großes Vertrauen. Von 1985 bis 2009 war er 1. Bürgermeister-Stellvertreter und wurde im November 2008 für 40 Jahre als Stadtrat mit der Ehrennadel des Städtetags Baden-Württemberg geehrt. Mit 46 Jahren als Stadtrat wird er sicher ewiger Rekordhalter in Staufen bleiben.22 Jahre lang vertrat Herbert Rinderle außerdem die Interessen der Bürgerinnen und Bürger auf Kreisebene. Dabei verstand er sich immer als Mittler zwischen Gemeinderat und Kreistag, Bevölkerung und Verwaltung.Aufgrund seines herausragenden ehrenamtlichen Engagements wurde ihm im Dezember 2006 vom Bundespräsidenten das Bundesverdienstkreuz verliehen, und anlässlich seines 75. Geburtstags wurde er im Februar 2015 zum Ehrenbürger seiner Heimatstadt ernannt.

Bis heute liegt Herbert Rinderle die Völkerverständigung am Herzen und er ist in beiden Partnerschaftsausschüssen aktiv. Außerdem ist er beratendes Vorstandsmitglied der Bürgerstiftung Staufen, zu deren Gunsten er dankenswerterweise zu Spenden aufrief und auf Geschenke verzichtete. Auch aus dem Vereinsleben der Stadt ist Herbert Rinderle nicht wegzudenken, war und ist er doch Mitglied in fast allen Staufener Vereinen und hat sich auch hier über die Maße ehrenamtlich engagiert.
„Sie waren und sind für uns alle in vielerlei Hinsicht ein Vorbild und wir sind alle froh und dankbar, dass wir heute mit Ihnen diesen großen runden Geburtstag feiern können.“ schloss Bürgermeister Benitz seine Laudatio. Im Anschluss überbrachte Stadtrat und 1. Bürgermeister-Stellvertreter Helmut Zimmermann die Glückwünsche der Freien Wähler Staufen, bei denen Herbert Rinderle bereits 1965 seine politische Heimat gefunden hatte und denen er von 1978 bis 2005 als 1. Vorsitzender vorstand. Das Schlusswort gehörte dann dem Jubilar selbst. Er blickte auf das Geschaffene zurück und dankte Familie, Freunden und Wegbegleitern. Seine Rede schloss er mit einem abgewandelten Zitat John F. Kennedys, das er sich zum Lebensmotto gemacht und stets für sein Staufen gelebt hat: "Frage nicht, was tut die Stadt für mich, sondern frage Dich, was kannst Du für die Stadt und deren Bürger tun."Nach dem offiziellen Teil stießen die Gäste bei einem Umtrunk auf das Wohl von Herbert Rinderle an.

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